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Personal Trainer Kosten 2026: was eine Stunde kostet und was davon bei dir bleibt

Der BPT empfiehlt mindestens 95 € brutto pro Stunde, Coaching-Abos auf Gymkee Pay liegen im Median bei 150 € im Monat, eine amtliche Statistik gibt es nicht. Was nach Umsatzsteuer und Studio bei dir bleibt, und wie du deine Untergrenze rechnest.

Mo Mo · 10. Sept. 2026 · 9 Min. Lesezeit
Personal Trainer Kosten 2026: was eine Stunde kostet und was davon bei dir bleibt
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Der Bundesverband Personal Training empfiehlt, keine Personal-Training-Stunde unter 95 € brutto anzubieten; für erfahrene Trainer nennt er 150 bis 200 € (BPT, Stand 2021). Monatlich abgerechnete Coaching-Abos auf Gymkee Pay liegen im Median bei 150 €, die Hälfte zwischen 90 € und 200 € (Gymkee-Pay-Daten, August 2026). Hinter jedem Preis steht dieselbe Rechnung: Stundensatz mal Einheiten, minus Umsatzsteuer und Studio.

Was ein Personal Trainer 2026 kostet: pro Stunde, pro 10er-Karte und pro Monat

Keine amtliche Statistik und keine Verbandsumfrage misst, was eine Personal-Training-Stunde in Deutschland kostet. Die Spannen, die auf Verzeichnissen und Trainerseiten stehen, sind deshalb Schätzungen von Leuten, die selbst im Markt verkaufen. Eine Erhebung, auf die du deinen eigenen Preis stützen solltest, ist keine davon.

Drei Zahlen nebeneinander helfen deshalb mehr als eine Spanne: was eine Stunde kostet, was zehn Stunden im Paket kosten und was ein Monat Betreuung kostet. Die drei beschreiben nicht dasselbe Produkt in drei Größen. Es sind drei verschiedene Produkte, und welche davon du überhaupt anbietest, entscheidest du.

Was es gibt, ist eine Position des Bundesverbands Personal Training: Eine Stunde unterhalb von 95 € brutto empfiehlt der Verband ausdrücklich nicht (BPT, 2026). Für erfahrene Trainer nennt derselbe Verband Stundensätze von 150 bis 200 € brutto, allerdings mit dem eigenen Hinweis Stand Oktober 2021, also mit einigen Jahren Abstand zu dem Kalender, in den du heute schaust.

Für die 10er-Karte existiert überhaupt kein Marktpreis. Zehn Einheiten zu deinem Stundenpreis, abzüglich des Nachlasses, den du für die Vorauszahlung selbst festlegst: mehr steckt nicht dahinter. Der Nachlass kauft dir dabei zwei Dinge: Geld im Voraus und einen Kunden, der die vierte Einheit nicht ausfallen lässt, weil sie längst bezahlt ist.

Pro Monat lässt sich dagegen eine belastbare Zahl nennen, wenn man dorthin schaut, wo tatsächlich monatlich abgerechnet wird. Die Hälfte aller Coaching-Abos, die über Gymkee Pay in Euro laufen, kostet zwischen 90 € und 200 € im Monat; genau in der Mitte, beim Median, stehen 150 € (Gymkee-Pay-Daten, August 2026, alle Märkte, in denen Gymkee in Euro abrechnet).

Wie ein solches Abo aufgebaut ist und was hineingehört, steht ausführlich in Online-Coaching-Preise pro Monat.

Der Vergleich, den dein Kunde zieht, ist ohnehin ein anderer. Der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag in deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen liegt bei 48,55 € brutto, in Kettenanlagen bei 40,54 €, in Einzelanlagen bei 59,24 € und in Special-Interest-Studios bei 80,02 € (DSSV, Eckdaten 2026).

Wer zum ersten Mal einen Personal Trainer anfragt, hat oft noch eine Mitgliedschaft im Kopf, und genau die vergleicht er mit deinem Monatspreis. Gegen diese Zahl wird dein Angebot gehalten, lange bevor jemand deine Ausbildung oder deine Referenzen anschaut.

Warum derselbe Trainer drei Preise hat

Miriam trainiert in Hannover ihre Kunden zu Hause und nimmt in diesem Beispiel 95 € pro Hausbesuch. Im Erstgespräch fragt eine Interessentin: "Und was kostet das im Monat?" Miriam rechnet im Kopf, landet bei 380 €, hört selbst, wie das klingt, und antwortet am Ende "kommt drauf an".

Einen Monatspreis zu rechnen hat ihr niemand beigebracht, weder in der Trainerausbildung noch in dem Studio, in dem sie angefangen hat. Die Kundin hat trotzdem zuerst danach gefragt.

Die Interessentin heißt Frau Schneider und hat 300 € im Monat für ihre Gesundheit eingeplant. Mit derselben Trainerin und demselben Budget bekommt sie vier sehr verschiedene Monate, je nachdem, welches Format Miriam ihr anbietet. Alle Zahlen in dieser Aufstellung sind Annahmen des Beispiels, keine Marktpreise.

  • Drei Einzelstunden. Bei 95 € pro Einheit: 285 € im Monat für drei Kontaktstunden, jede einzeln gebucht und jede einzeln absagbar.
  • Eine 10er-Karte über fünf Monate. Nimm an, die Karte kostet 900 €, also 90 € pro Einheit. Auf fünf Monate verteilt sind das zwei Einheiten im Monat für 180 €, im Voraus bezahlt, und der Rest des Budgets bleibt frei.
  • Kleingruppe mit vier Personen, zweimal pro Woche. Bei 35 € pro Person und Einheit zahlt Frau Schneider 280 € im Monat für acht Einheiten, mehr Training als in jedem anderen Format, aber nie allein mit der Trainerin.
  • Online-Abo plus eine Präsenz-Einheit. 150 € für das Abo, 95 € für die Einheit, zusammen 245 € im Monat. Die Kontaktzeit schrumpft auf gut anderthalb Stunden, während der Rest asynchron über Programm, Check-ins und Nachrichten läuft.

Dasselbe Budget, vier verschiedene Monate: drei Kontaktstunden, zwei mit Vorkasse, acht in der Gruppe oder anderthalb plus ein ganzer Monat Betreuung dazwischen. Was Frau Schneider für ihre 300 € bekommt, entscheidet Miriam mit dem Format, lange bevor sie über den Stundensatz nachdenkt.

Balkendiagramm: Kontaktstunden im Monat für ein Kundenbudget von 300 Euro, drei Einzelstunden 3 Stunden, 10er-Karte über fünf Monate 2 Stunden, Kleingruppe mit 4 Personen 8 Stunden, Online-Abo plus eine Einheit 1,5 Stunden plus die Betreuung des ganzen Monats
Was ein Kundenbudget von 300 € im Monat an Kontaktzeit kauft. Rechenbeispiel aus diesem Artikel, September 2026; beim Online-Abo kommt zur Kontaktzeit die asynchrone Betreuung des ganzen Monats dazu

Die Kleingruppe ist dabei der einzige Schritt, der die Rechnung ändert, ohne dass ein einzelner Kunde mehr bezahlt: Vier Personen teilen sich eine Stunde; jede zahlt weniger als für Einzeltraining, und du nimmst in derselben Stunde trotzdem 140 € statt 95 € ein. Wie du das ansetzt, ohne dein Einzeltraining zu entwerten, steht in Kleingruppen-Preise für Personal Trainer.

Vom Preis auf dem Flyer zum Geld auf deinem Konto

Der Preis, den dein Kunde sieht, ist ein Bruttopreis. Was davon bei dir bleibt, entscheidet sich in zwei Schritten. Beide kannst du in fünf Minuten mit deinen eigenen Zahlen nachrechnen.

Nimm die 95 €, die der BPT als Untergrenze nennt (BPT, 2026). Liegst du über den Grenzen der Kleinunternehmerregelung, also über 25.000 € Umsatz im Vorjahr oder über 100.000 € im laufenden Jahr (§ 19 UStG, seit 1. Januar 2025), stecken in diesen 95 € 19 % Umsatzsteuer (§ 12 UStG). Bleiben 79,83 €.

Nimm weiter an, dein Studio berechnet dir 20 € Flächenmiete pro Einheit: Dann sind es 59,83 €.

Von den 95 €, die auf deinem Flyer stehen, kommen also 59,83 € auf deinem Konto an. Bei mobilem Training geht die Anfahrt noch davon ab.

Zwei Dinge gehören deshalb in dasselbe Gespräch mit deinem Steuerberater. Wer die 100.000 € im laufenden Jahr überschreitet, verliert die Befreiung sofort: Schon der Umsatz, mit dem die Grenze gerissen wird, ist steuerpflichtig, nicht erst der des Folgejahres (BMF, 2025).

Selbständige Lehrende ohne versicherungspflichtigen Arbeitnehmer sind rentenversicherungspflichtig (§ 2 SGB VI), was auf viele Personal Trainer zutrifft und besser vor der Preisliste geklärt ist als hinterher.

Die Rechnung funktioniert auch andersherum, und so herum ist sie nützlicher. Du legst fest, was pro Stunde bei dir ankommen soll, addierst Studio und Anfahrt und rechnest die Umsatzsteuer obendrauf.

Bei einem Wunsch-Netto von 70 € und 20 € Flächenmiete sind das 90 €; mal 1,19 ergibt das 107,10 € brutto pro Einheit. Die 10er-Karte kostet dann 1.071 €, ein Monat mit vier Einheiten 428,40 €.

Formel: 70 Euro Wunsch-Netto plus 20 Euro Studio mal 1,19 ergibt 107,10 Euro brutto pro Einheit
Deine Preisuntergrenze pro Trainingseinheit: (Wunsch-Netto + Studio + Anfahrt) × 1,19. Rechenbeispiel aus diesem Artikel, September 2026

Unter diese Zahl gehst du nicht, auch nicht beim ersten Kunden. Jede Einheit unterhalb deiner Untergrenze bezahlst du mit Zeit, die dir niemand zurückgibt. Der Nachlass, den du einmal gegeben hast, steht ab da in jedem Folgeangebot.

Geschrieben ist das für Deutschland; in Österreich und der Schweiz gilt dieselbe Rechnung mit eigener Kleinunternehmergrenze und eigenem Steuersatz.

Was Kunden auf Gymkee Pay pro Monat zahlen

Frau Schneiders 150 € liegen genau auf dem Median, und trotzdem sagt diese Zahl wenig über ihre Nachbarn. Unter ihr liegt ein großer Block: knapp jedes dritte in Euro abgerechnete Coaching-Abo kostet weniger als 100 € im Monat. Über 300 € kommt dagegen nur etwa jedes zwölfte Abo hinaus, und dazwischen, von 150 € bis 300 €, liegt knapp die Hälfte des Feldes (Gymkee-Pay-Daten, August 2026, alle Märkte, in denen Gymkee in Euro abrechnet).

Wo du darin landest, hängt von deinem Leistungsumfang ab und davon, wie sichtbar er für den Kunden ist.

Aus denselben Daten kommt ein zweiter Wert, der Miriams Zögern beim Monatspreis relativiert. Von den Coaches, deren erste Abrechnung über Gymkee Pay mindestens zwölf Monate zurückliegt, rechnen 58 % im zwölften Monat mehr ab als im dritten. Der mittlere Monatsumsatz dieser Gruppe liegt im Monat 12 rund 67 % über dem Wert aus Monat 3 (Gymkee-Pay-Daten, August 2026).

Zwei Vorbehalte gehören dazu: Coaches, die in dieser Zeit ausgestiegen sind, zählen mit einem Monatsumsatz von null mit, was den Median nach unten drückt. Ob hinter dem Plus höhere Preise oder mehr Kunden stehen, verraten die Daten außerdem nicht.

Der wohl größte Markt für Online-Betreuung sind die USA. Dort ist der Abstand einmal gemessen worden: Trainer, die ihre Kunden online betreuen, verdienten im Schnitt 52.518 Dollar im Jahr, reine Präsenz-Trainer 34.585 Dollar, in einer Umfrage unter 837 Trainern (PTDC, 2021).

Das sind Jahreseinkommen aus einem anderen Markt und keine deutschen Preise, aber sie zeigen, in welche Richtung sich das Format bewegt.

Für Frau Schneider sieht ein Monatspreis am Ende so aus: Der Preis steht auf einer Seite, und sie zahlt per Karte oder SEPA-Lastschrift. Training, Ernährung und Check-ins öffnet sie in Gymkee wie jede andere App auf ihrem Handy, statt im WhatsApp-Verlauf nach dem letzten PDF zu suchen.

Miriam richtet das einmal ein und kann danach monatlich per SEPA-Lastschrift über Gymkee Pay abrechnen, ohne jeden Monat eine Zahlungserinnerung schreiben zu müssen.

Was Gymkee dich dabei selbst kostet, hängt von der Zahl deiner betreuten Kunden ab und steht auf der Seite was Gymkee kostet. Teste Gymkee 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte.

Deinen Preis festlegen, bevor das Probetraining beginnt

Drei Preise brauchst du, bevor du das nächste Erstgespräch führst: den Preis einer Einzelstunde, den Preis der 10er-Karte und den Preis eines Monats. Alle drei kommen aus derselben Untergrenze. Schriftlich stehen sie fest, bevor jemand in Trainingsschuhen vor dir steht.

Der Zeitpunkt entscheidet dabei fast so viel wie die Zahl. Schick deine Preise mit der Terminbestätigung fürs Probetraining, und sag sie in den ersten fünf Minuten noch einmal laut, bevor ihr anfangt.

Wer den Preis ans Ende schiebt, kämpft eine Stunde lang gegen den Verdacht an, dass da noch etwas kommt, und verhandelt danach aus der schwächeren Position. Frau Schneider hat ihre 300 € längst im Kopf, bevor sie die Tür aufmacht.

Für Kunden mit einem Datum vor Augen funktioniert ein Programm mit fester Laufzeit besser als das offene Abo. Zwölf Wochen bis zum Firmenlauf, ein klares Ziel: der Preis ist dein Monatspreis mal drei.

Der Abschluss fällt leichter, weil der Kunde weiß, wann es endet. Die Frage nach der Verlängerung stellst du ab Woche zehn statt am letzten Tag.

Wenn Frau Schneider trotzdem zögert, ist ein Nachlass die falsche Antwort. Nimm lieber etwas aus dem Angebot heraus: eine Präsenz-Einheit weniger im Monat, ein Check-in alle zwei Wochen statt jede Woche, oder der Einstieg über die Kleingruppe.

Dein Preis pro Einheit bleibt dann, wo er hingehört. Ein Angebot, das in ihr Budget passt, hast du trotzdem.

Und wenn sie dann fragt, was das im Monat kostet, ist die richtige Antwort eine Zahl und ein Satz dazu, was dafür drin ist. Beides steht in der Terminbestätigung, bevor sie zum Probetraining kommt. In den ersten fünf Minuten sagt Miriam es noch einmal laut, ohne nachzurechnen und ohne "kommt drauf an".

FAQ

Was kostet ein Personal Trainer pro Stunde?

Rechne mit mindestens 95 € brutto pro Stunde: Das ist die Untergrenze, die der Bundesverband Personal Training nennt, und für erfahrene Trainer nennt derselbe Verband 150 bis 200 € brutto, Stand Oktober 2021 (BPT). Eine amtliche Preisstatistik gibt es nicht, deshalb folgt der Preis eines einzelnen Trainers aus seinen eigenen Kosten: Flächenmiete oder Anfahrt, Umsatzsteuer und das Netto, das er pro Stunde braucht.

Was kostet ein Personal Trainer im Monat?

Das hängt vom Format ab, nicht vom Trainer. Drei Einzelstunden zum empfohlenen Mindestsatz von 95 € ergeben 285 € im Monat (BPT, 2026); monatlich abgerechnete Coaching-Abos liegen auf Gymkee Pay im Median bei 150 € (Gymkee-Pay-Daten, August 2026, alle Märkte, in denen Gymkee in Euro abrechnet). Kleingruppe und Online-Betreuung senken den Monatspreis, weil sich die Kontaktzeit auf mehrere Kunden oder auf asynchrone Arbeit verteilt.

Ist Personal Training teurer als das Fitnessstudio?

Ja, um ein Vielfaches, und die beiden Preise kaufen verschiedene Dinge. Ein Studio verkauft Zugang zu Geräten für im Schnitt 48,55 € im Monat, je nach Anlagentyp zwischen 40,54 € und 80,02 € (DSSV, Eckdaten 2026). Ein Personal Trainer verkauft die Zeit und die Aufmerksamkeit einer Person für dich allein, und schon eine Einzelstunde zum empfohlenen Mindestsatz von 95 € (BPT, 2026) kostet mehr als so ein Monatsbeitrag.

Muss ich als Personal Trainer Umsatzsteuer auf meinen Preis aufschlagen?

Sobald dein Umsatz im Vorjahr über 25.000 € lag oder im laufenden Jahr die 100.000 € überschreitet, bist du raus aus der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG, seit 1. Januar 2025) und rechnest mit 19 % (§ 12 UStG). Ab diesem Punkt enthält jeder Preis auf deiner Liste die Steuer, ob du sie draufschreibst oder nicht. Die zweite Grenze greift unterjährig: Der Umsatz, der sie überschreitet, ist bereits steuerpflichtig (BMF, 2025).

Wie viel bleibt vom Stundensatz wirklich übrig?

Rechne rückwärts durch die Abzüge. Von einer Stunde zu 95 €, dem vom BPT empfohlenen Mindestsatz (BPT, 2026), bleiben nach 19 % Umsatzsteuer 79,83 €, und die Flächenmiete deines Studios geht davon noch ab. Bei angenommenen 20 € pro Einheit sind es 59,83 €, bei mobilem Training zusätzlich abzüglich Anfahrt. Einkommensteuer und die Rentenversicherungspflicht für selbständige Lehrende (§ 2 SGB VI) kommen danach obendrauf.

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Mo

Mo

Cofounder & CEO

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